ERFAHRUNGSBERICHT

Wenn Du möchtest: Halte Deine Gedanken, Gefühle und Erlebnisse fest die Dich beim Sammeln dieser Luft bewegt haben und die Du gerne teilen möchtest.
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Erfahrungsbericht

BERICHTE:

“Während ich diese Zeilen schreibe steht das Glas mit der eingefangenen Luft vor mir. Sehen kann ich sie nicht, aber der Moment ist mir noch ganz präsent, wie ich zunächst die “alte” Luft herausgeschüttelt und dann die “neue” habe einfließen lassen. Etwas von der Atmossphäre des Ortes ist mit eingeströmt. Es war am Martinsfelsen, am Rosskopf oberhalb Freiburgs, von wo aus man weit über die Rheinebene bis nach Frankreich in die Vogesen schauen kann. Auch etwas von dieser Weite ist mit im Glas – oder in mir? Wer will das unterscheiden.”

M.G.H. (15.04.2020)

“Die Luft an diesem Ort ist angereichert mit Energie und Leben – gefüllt von Magie.
In der Dämmerung erlebe ich das Erwachen zahlreicher Wesen, die sich tanzend zu einer großen Feier aufmachen.
Es ist Bewegung und Begegnung spürbar, die mich in Verbindung bringt mit dem, das mich trägt.
Das Glas hier zu schließen lässt mich erschauern.
Frei fließend bewegt sich meine Erinnerung durch das Glas – und lässt mich Atmen.”

G.L.  (16.04.2020)

„Als ich einmal anfing wollte ich den Moment des Einsammelns immer weiter verlängern um die verschiedenen Qualitäten mit einzufangen: Waldluft, Wiesenluft, Seeluft, Mittagsbriese, Abendbriese oder eine stürmische Qualität. So habe ich mehrfach Luft mit verschiedenen Qualität gesammelt und so bin ich mit meinem Glas spazieren gegangen um all diese zu erleben und aufzusaugen.“

J.T.H. (03.05.2020)

“Frieden

Ich laufe durch das grüne, hügelige Appenzell. Das Gras steht hoch, die Luft riecht nach frisch gemähtem Gras.
Kuhglocken bimmeln. Es ist friedlich und ruhig hier. Die Sonne strahlt, blauer Himmel, es ist warm. Und die Luft
ist so wunderbar frisch, der Wind bläst hin und wieder kräftig und als ich das leere Schraubglas öffne, bläst der
Wind geradezu direkt hinein. Ich schwenke das Glas hin und her, rauf und runter, mache wie einen kleinen Tanz
dazu, ein Ritual? Die Wanderer denken bestimmt, dass ich verrückt bin. Deckel zu. Einen Moment lang war ich
nur mit der Luft beschäftigt, welche für mich in dem Moment nicht mehr unsichtbar war, sondern eine Masse, die
es möglichst gehltvoll zu füllen galt.
Ich laufe weiter und es überkommt mich in dieser Natur eine Ruhe und ein Frieden, die ich heute gesucht habe und
heute brauche. Ich bin glücklich. Ich ertappe mich bei dem Gedanken, dass das Glas noch nicht ganz voll sein könnte
und so mache ich unterwegs des Weges noch zwei Mal das Glas auf, um es auch ganz sicher bis randvoll mit frischer
reiner, Appenzell-Luft zu füllen. Begleitet von kräftigen, schwenkenden Bewegungen und dem Wind, der sein übriges
tut.”

N.K. (17.5.2020)

“… ich habe das Glas in der Sonne
meinem blühenden Apfelbaum
in eine Astgabelung gestellt.
Dort hat es sich den Tag über gefüllt…
Voilá”

A.M. (22.06.2020)